Tag 1: LOGWIN AG

Erste Grüße aus Polen, einem Land voller prächtiger, historischer Bauten inmitten einer – speziell für uns Alpenvorländler – beeindruckend flachen, weitläufigen Schneelandschaft. Bereits auf unserer sonntägigen 15-stündigen Fahrt quer durch Deutschland und Westpolen haben wir viele in Polen angesiedelte Unternehmenssitze international agierender Unternehmen neben den Autobahnen ausmachen können. Kurz nach 23:00 Uhr sind wir dann in Posen  im „Mercure“ Hotel bei -7 Grad Celsius angekommen und konnten nach kurzem Einchecken die komfortablen Zimmer beziehen.

Heute Montag waren wir schon wieder unterwegs, diesmal ins ca. 3 Stunden entfernte Lodz, um unsere erste, lang ersehnte Unternehmensbesichtigung nach einem gemeinsamen Mittagessen zu erleben. Hier besuchen wir die Logwin AG, die als externer Partner ganzheitliche Logistik- und Servicelösungen für Industrie und Handel entwickelt.
Einige Facts:

  • Umsatz 2008: 2,0 Milliarden Euro
  • Mitarbeiter: 7.800 in 45 Ländern
  • Standorte: 400 auf allen Kontinenten
  • Geschäftsfelder:
    – Solutions (kundenorientierte Kontraktlogistik-Lösungen)
    – Air+Ocean (weltweite Luft- und Seefrachtaktivitäten)
    – Road + Rail (Land- und Spezialverkehre in Zentral-, West- und Osteuropa)

In Lodz hat man sich vorrangig auf Kunden der „Fashion“ Branche spezialisiert. Das Unternehmen ist 100% kundenorientiert ausgerichtet und gestaltet seine Prozesse hoch flexibel für jeden Kunden neu angepasst. Dabei werden auch Value-Added Services wie „Pricelabeling“ oder distribtionslogistische Lieferungen bis direkt an die Kassenstellen der Verkaufsfilialen einzelner Kunden durchgeführt.
Besonders interessant waren als ein Beispiel die Eigenheiten des Handlings mit Textilwaren, welche in Lagerhallen schnell an Luftfeuchtigkeit aufnehmen können. Somit ist besonders auf Temperaturstabilität während des gesamten Transports und der Lagerung zu achten, um eine Anreicherung an Feuchtigkeit und ein Kondensieren zu verhindern. Sonst könnten Wasserkondensate einerseits umgehend zu Rostschäden in den Laderäumen und somit zu Flecken bei den Waren führen. Bei Temperaturen unter Null kann es auch passieren, dass diese Kondensate direkt an den Kleidungsstücken vereisen und somit ganze Nähte reißen können. In beiden Fällen wären die Waren dann nicht mehr für den Verkauf geeignet.

Herzlichst wurden wir vom Managing Director persönlich, vom Sales Manager und vom Lagerleiter empfangen und durch die Halle geführt. Die Herren nahmen sich im Anschluss auch noch Zeit für unsere vielen Fragen.

Vielen Dank für die Einladung, die offene Diskussion und die interessante Führung!

Fotos zum Tag aufgenommen von Herrn Prof. Dr. Wagner finden sich unter diesem Link.

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