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Veröffentlicht 21. Februar 2010 Destination Hinterlasse einen KommentarTag 5: Stadtführung und Heimreise
Veröffentlicht 15. Februar 2010 Programm Hinterlasse einen KommentarTags:Altstadt, Heimfahrt, Posen, Stadtführung
Am Freitag konnten wir erstmals ein wenig länger ausschlafen, da an diesem Tag vorerst keine Busfahrt geplant war. Nach dem Auschecken aus dem Hotel und dem Verstauen unseres Gepäcks im Bus, wurden wir bereits von 2 Stadtguides erwartet. Bei einer zweistündigen Stadtbesichtigung sahen und erfuhren wir so einiges über das rund 580.000 Einwohner zählende Posen, eine wunderschöne Stadt, die einige Ähnlichkeiten zur viel kleineren Stadt Steyr aufweisen kann:
- Die Stadt besteht ebenso seit mehr als 1000 Jahren
- Das Stadtbild verfügt über unterschiedlichste Baustile und prächtige Fassaden in den unterschiedlichsten Farben, speziell am historischen Stadtplatz.
- Posen wurde auch immer wieder vom Hochwasser des nahen Flusses Warta heimgesucht; Zuletzt in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Ein Highlight der Tour war sicherlich das Schauspiel zweier Ziegenbock Figuren des Uhrwerks des Posener Rathauses. Pünktlich um 12:00 erschienen die beiden Kontrahenten und stießen ihre Hörner zwölfmal gegeneinander, während ein Trompeter eine Melodie vom Turm aus herab spielte und in alle Himmelsrichtungen wiederholte.
Der Nachmittag war dann jedem zur freien Zeitgestaltung überlassen; Viele nützen dies zum Einkauf von Souvenirs und andere Mitbringsel. Am Abend begann dann die lange Fahrt heimwärts. Um 8.15 am nächsten Morgen erreichte der Bus schließlich den Ausgangspunkt der Reise, den Busbahnhof in Steyr.
Mit sehr vielen Eindrücken kamen wir zurück. Die unaufhaltsam aufstrebende, oft schon sehr hoch entwickelte Wirtschaft, die freundlichen Einwohner und die schöne Architektur der Stadt Posen sind nur einige davon.
Unter folgenden Links finden sich Fotos der Stadtführung:
Link 1, Link 2
Bald am Morgen um ca. 5 Uhr ging es ins ungefähr 4 Stunden entfernte Jarosty zum Distributionscenter von IKEA. Dieses wird für die Belieferung vieler mitteleuropäischer Länder genutzt. Die Lagerfläche von 100.000 m² beinhaltet 125.000 Lagerplätze. Jeden Tag werden hier 100 LKW´s ent- und rund 80 LKW´s beladen. Bei einer Führung durch das Lager gewannen wir einen Einblick in die eingesetzten Lagersysteme und Technologien. Unter anderem konnten wir auch die IKEA-interne Schienenanbindung begutachten. Mit 5 Zugrampen werden im Moment 2 bis 3 Wagons pro Woche beladen. Zur Zeit ist das Distributionscenter gerade am Planen des Ausbaus. Die derzeitige gesamte Grundfläche beträgt in etwa 10 Hektar. Schon bald werden in Jarosty auf diesem Gelände 200.000 m² Lagerfläche vorhanden sein, welche zum Teil vollautomatisiert werden. In Jarosky steht aber schon jetzt das größte Verteilzentrum Mitteleuropas von IKEA.
Vor allem in Bezug auf unsere Lehrveranstaltung Moderne Logistik Technologie konnten wir erleben, wie solch ein großes Distributionszentrum im „real-life“ funktioniert. Besonders interessant waren die diversen Transporthilfsmittel. IKEA benutzt sowohl Euro- als auch Papierpaletten sowie die selbst entwickelten Kunststoff-Holzpaletten. Weiters ist anzumerken, dass kein eigener Fuhrpark vorhanden ist. Die 125.000 Lagerplätze werden chaotisch vergeben. Bei der Kommissionierung werden die Daten wegoptimiert direkt an die Stapler gesendet, womit den Mitarbeitern die Arbeit deutlich erleichtert wird.
Leider war es uns nicht erlaubt zu fotografieren. Dank der Dolmetsch-Unterstützung unserer polnischen Studienkollegin konnte jeder der Führung folgen und das beeindruckende Lager kennenlernen.
Tag 3: Malta Decor und TU Poznan
Veröffentlicht 10. Februar 2010 Destination Hinterlasse einen KommentarUm 8:30 starteten wir zu unserer vierten Besichtigung Malta Decor, einem Tochterunternehmen der österreichischen Kronospan AG. Diesmal betrug die Fahrtzeit nur eine halbe Stunde – wie erfrischend! Das Werk direkt am Maltasee gelegen stellt hochwertiges Dekorpapier her, welches teilweise zu Laminat- und Spanblatten weiterverarbeitet wird. Die Kundenstruktur setzt sich aus der Möbelindustrie, Baumärkte und Plattenhändler zusammen.
Neben einer Unternehmenspräsentation wurde uns auch die e-logistics Plattform „Transporeon“ vorgestellt, über welche die gesamte Distributionsvergabe der Malta Decor geregelt wird. Transporeon versteht sich selbst als Netzwerker, der weltweit Verlader aus Industrie & Handel, Spediteure & Frachtführer, Fahrer und Warenempfänger zusammenbringt. Wichtig neben der Schaffung eines Markts über das Portal ist dabei die Schaffung eines transparenten Informationsflusses, welcher beschleunigte Logistikprozesse, vereinfachte Disposition, weniger Leerfahrten und eine optimierte Be- und Entladung ermöglicht. Die Plattform bietet dazu vier Module:
- No-Touch Order: Frächter wird nach definierten Kriterien einem Auftrag zugewiesen
- Best Carrier: Reverse Auction
- Zeitfenster-Management: Optimierte Be- undEntladungsstandzeiten
- Sendungsverfolgung: Track&Trace Funktion
Bei einer Führung durchs Werk bekamen wir einen detaillierten Einblick in die Produktion von verschiedenen Dekor-Papier Sorten. In der Produktion können unterschiedlich gewünschte Farbwerte in Form von Zyklen hergestellt werden (von hell zu dunkel). Ein kompletter Farbzyklus dauert ca. 4 Wochen, bis eine Farbe erneut produziert wird.
Trotz auftragsbezogener Produktion wird eine 100%ige Auslastung erreicht. Während der Krisenzeit wurden Standardprodukte durch niedrige Preise am Markt abgesetzt, doch schon jetzt blickt Malta Dekor in eine optimistische Zukunft. Es wird mit einer starken Auftragssteigerung noch heuer gerechnet.
Das Unternehmen ist Kostenführer in dieser Branche und erreicht dieses Ziel durch eine komplette vertikale Integration der vorgelagerten Wertschöpfungsstufen (Leimherstellung, etc.). Effizienter Personaleinsatz und moderne Maschinen, sowie eine abgerundete Produktpalette tragen zur Erreichung des Zieles bei.
Die Präsentationen und Führungen waren sehr interessant, auch wenn die Zeit nicht für alle Fragen reichte.
Der Inhaltstoff Titandioxid wird bei der Produktion von Dekor-Papier verwendet, um dieses zu bleichen und ist auch in Zahnpasta enthalten.
Ein kleiner Tipp vom Produktionsleiter: nicht zu viel Zahnpasta verwenden!! Denn dieser Inhaltsstoff ist aggressiv, und bei zu hohem Verbrauch gibt’s bald nix mehr zum Putzen!
Nach einem gemeinsamen Essen besuchten wir die Technische Universität, eine von insgesamt 8 Hochschulen in Posen. Der riesige, zusätzlich errichtete, moderne Neubau war nur von wenigen hundert Studenten an dem Tag besucht, da momentan die Semesterferien und gleichzeitig Prüfungszeit an der Uni herrschen. Insgesamt studieren hier und in den 2 weiteren, älteren Gebäuden an die 20.000 Studenten an 9 technischen Fakultäten, wiederum unterteilt in etliche Institute. 2.000 Studenten studieren an der Fakultät für „Machines and Transport“.
Nach einer allgemeinen Vorstellung der Uni durch den Vizedekan, hörten wir einen ausführlichen Vortrag eines Professors der Fakultät „Machines and Transportation“ über Statistiken und Entwicklungen der polnischen Logistik. Zur Zeit liegt Polen nach dem Logistics Performance Index (LPI) weltweit an 30ster Stelle. Potentiale liegen in der Infrastruktur und in der Transparenz der Logistik. Im Vergleich dazu liegt Österreich auf Platz 19 im LPI.
Insgesamt leben in Posen rund 130.000 Studenten, die rund 20% der knapp 590.000 Einwohner Posens ausmachen. Für Stimmung und florierenden Absatz in den Gastgärten der Posener Altstadt ist somit gesorgt.
An der TU Posen gibt es einen Scherz über die Eigenheiten einiger polnischer technischer Universitäten: Die größte steht in Krakau, die älteste in Warschau und die beste in Posen.
Hier finden sich wieder Fotos zum Tag von Herrn Prof. Dr. Wagner.
Heute waren wir eingeladen beim Zement- und Betonhersteller LaFarge. Das Werk Kujawy ist ca. 20 km von der Stadt Inowrocławia entfernt und besitzt eine der modernsten Produktionslinien in Europa für das Ausbrennen von Klinkersteinen. Die Lagerung von Zement erfolgt in 10 Silos, die insgesamt 45 000 t beinhalten können. Wir fühlten uns wie kleine Ameisen, als wir auf diesem riesigen Industriegeländen herumgeführt wurden. Highlights der Führung waren das Hochfahren mit dem Lift auf den 148 Meter hohen Zementofen, von wo aus wir einen großartigen Ausblick über das weitreichende Gelände sowie die Präsentation der zentralen Steuerungsbüros und zum Abschluss wohnten wir noch einer Sprengung im angrenzenden Steinbruch bei.
Fokus des kundenorientierten Unternehmens liegt verstärkt auf der Sicherheit der Mitarbeiter. Als Beispiel erhält jeder Wartungsmitarbeiter ein Vorhängeschloss, mit dem der Einschaltknopf einer Anlage während Wartungsarbeiten abgesperrt wird. So können die Großteils vollautomatisierten Anlagen erst wieder in Gang gesetzt werden, wenn wirklich jeder Kollege der Wartungsmannschaft die Anlagen sicher verlassen und sein Schloss entsperrt hat. Durch solche Maßnahmen konnte die Unfallrate für die letzten 5 Jahre auf null heruntergesetzt werden.
Am Nachmittag besuchten wir die Lech Bierbrauerei in Poznan, eine von 3 Werken in Polen. Insgesamt werden dort an die 700 Mitarbeiter beschäftigt. In einer interessanten Führung durch die Anlagen wurde uns in die Welt des Bierbrauens nähergebracht. Vom Hopfen und Malz bis zur halbautomatisierten Abfüllung wurden uns die einzelnen Prozessschritte erklärt und wir hatten die Möglichkeit, vor Ort zuzusehen. In 3 Schichten werden am Tag an die 1.000.000 Bierflaschen abgefüllt.
Im Werk herrscht strengstes Alkoholverbot unter den Mitarbeitern. In regelmäßigen Stichproben wird dies auch überprüft. An drei Tagen in der Woche steht den Mitarbeitern nach getaner Schicht ein eigenes Pub direkt am Firmengelände zur Verfügung, wo man bei geselligen Darts- und Poolbillardspielen die Früchte der Arbeit gemeinsam genießen kann. Auch wir wurden dorthin eingeladen und durften das nunmehr kühle Lech Bier verkosten.
Fotos vom Tag befinden sich wieder unter diesem Link.
Erste Grüße aus Polen, einem Land voller prächtiger, historischer Bauten inmitten einer – speziell für uns Alpenvorländler – beeindruckend flachen, weitläufigen Schneelandschaft. Bereits auf unserer sonntägigen 15-stündigen Fahrt quer durch Deutschland und Westpolen haben wir viele in Polen angesiedelte Unternehmenssitze international agierender Unternehmen neben den Autobahnen ausmachen können. Kurz nach 23:00 Uhr sind wir dann in Posen im „Mercure“ Hotel bei -7 Grad Celsius angekommen und konnten nach kurzem Einchecken die komfortablen Zimmer beziehen.
Heute Montag waren wir schon wieder unterwegs, diesmal ins ca. 3 Stunden entfernte Lodz, um unsere erste, lang ersehnte Unternehmensbesichtigung nach einem gemeinsamen Mittagessen zu erleben. Hier besuchen wir die Logwin AG, die als externer Partner ganzheitliche Logistik- und Servicelösungen für Industrie und Handel entwickelt.
Einige Facts:
- Umsatz 2008: 2,0 Milliarden Euro
- Mitarbeiter: 7.800 in 45 Ländern
- Standorte: 400 auf allen Kontinenten
- Geschäftsfelder:
– Solutions (kundenorientierte Kontraktlogistik-Lösungen)
– Air+Ocean (weltweite Luft- und Seefrachtaktivitäten)
– Road + Rail (Land- und Spezialverkehre in Zentral-, West- und Osteuropa)
In Lodz hat man sich vorrangig auf Kunden der „Fashion“ Branche spezialisiert. Das Unternehmen ist 100% kundenorientiert ausgerichtet und gestaltet seine Prozesse hoch flexibel für jeden Kunden neu angepasst. Dabei werden auch Value-Added Services wie „Pricelabeling“ oder distribtionslogistische Lieferungen bis direkt an die Kassenstellen der Verkaufsfilialen einzelner Kunden durchgeführt.
Besonders interessant waren als ein Beispiel die Eigenheiten des Handlings mit Textilwaren, welche in Lagerhallen schnell an Luftfeuchtigkeit aufnehmen können. Somit ist besonders auf Temperaturstabilität während des gesamten Transports und der Lagerung zu achten, um eine Anreicherung an Feuchtigkeit und ein Kondensieren zu verhindern. Sonst könnten Wasserkondensate einerseits umgehend zu Rostschäden in den Laderäumen und somit zu Flecken bei den Waren führen. Bei Temperaturen unter Null kann es auch passieren, dass diese Kondensate direkt an den Kleidungsstücken vereisen und somit ganze Nähte reißen können. In beiden Fällen wären die Waren dann nicht mehr für den Verkauf geeignet.
Herzlichst wurden wir vom Managing Director persönlich, vom Sales Manager und vom Lagerleiter empfangen und durch die Halle geführt. Die Herren nahmen sich im Anschluss auch noch Zeit für unsere vielen Fragen.
Vielen Dank für die Einladung, die offene Diskussion und die interessante Führung!
Fotos zum Tag aufgenommen von Herrn Prof. Dr. Wagner finden sich unter diesem Link.
Vertriebene Polen protestieren in Brief an FIFA
Veröffentlicht 5. Februar 2010 Destination Hinterlasse einen KommentarTags:EURO 2012, FIFA, Polen
Kurz vor der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die EURO 2012 haben polnische Vertriebene aus der Ukraine gegen angebliche neofaschistische Tendenzen im Mitgastgeberland protestiert.
Sie riefen den Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA, Joseph Blatter, am Freitag in Warschau auf, die „neofaschistische Ideologie“ in der Ukraine entschlossen zu verurteilen. In einem Brief hieß es, dass die Einwohner im Spielort Lwiw „besonders stark“ diese Ideologie unterstützen würden. Die Autoren wollen das Schreiben bei der Auslosung an diesem Sonntag in Warschau FIFA-Vertretern übergeben.
Gegen die Würdigung des ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera durch Präsident Viktor Juschtschenko protestieren indes polnische Opferverbände. Juschtschenko hatte dem früheren Separatistenführer vor knapp zwei Wochen posthum den Titel „Held der Ukraine“ verliehen. Polnische Flüchtlinge machen Bandera verantwortlich für Morde an der polnischen Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg.
Quelle: Kleine Zeitung
Inzestfall in Polen
Veröffentlicht 4. Februar 2010 Destination Hinterlasse einen KommentarTags:Inzestfall, Polen
Ein polnisches Gericht hat einen Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt, der seine Tochter sechs Jahre lang eingesperrt und unzählige Male vergewaltigt hat. Er hat mit seiner Tochter zwei Kinder gezeugt, die 2005 und 2007 zur Welt kamen.
Krzysztof B. hat zwar eingeräumt, mit seiner Tochter Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Dies sei aber mit ihrer Zustimmung geschehen. Der Prozess hatte im März vergangenen Jahres begonnen, kurz nach dem Schuldspruch im Inzestfall von Amstetten.
Wegen der Parallelen war der Angeklagte von Medien mit dem Niederösterreicher Josef F. verglichen worden, der seine damals 18-jährige Tochter in den Keller seines Hauses gesperrt und dort 24 Jahre lang gefangen gehalten und missbraucht hatte. Er wurde zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt.
Quelle: OÖ Nachrichten
Strabag gewinnt in Polen Auftrag über 260 Millionen Euro
Veröffentlicht 3. Februar 2010 Destination Hinterlasse einen KommentarTags:Polen, Strabag
Die polnische Generaldirektion für Landstrassen und Autobahnen hat die Strabag mit dem Neubau eines 36,5 Kilometer langen Teilstücks der Schnellstrasse S7 zwischen Kalsk und Milomlyn beauftragt. Die Bauarbeiten im Gesamtvolumen von 260 Millionen € sollen im März beginnen und bis Juli 2012 abgeschlossen sein. Unter anderem sind 27 Brücken und vier Rastplätze zu errichten.
Quelle: Wirtschaftsblatt.at
950 polnische Priester als Bioethik-Experten
Veröffentlicht 2. Februar 2010 Destination Hinterlasse einen KommentarTags:Bioethik, In-Vitro-Befruchtung, Polen
Die polnische Kirche ist einflussreich – und konservativ. Immer wieder bringt sie sich in gesellschaftliche Diskurse ein, so auch beim Thema Abtreibung und künstliche Befruchtung. Wiederholt haben die polnischen Bischöfe die künstliche Befruchtung verurteilt. Erzbischof Jozef Michalik hatte die In-Vitro-Methode zuvor als „versteckte Abtreibung“ und „Versuchung des Teufels“ bezeichnet.
In der Diözese Tarnow im Osten Polens werden 950 Priester zu Bioethik-Experten ausgebildet – welche Position sie dazu einnehmen sollen, steht schon vorher fest: Die Bioethik-Priester sollen ihre Gemeindemitglieder unter anderem zur In-Vitro-Befruchtung beraten. „Viele junge Paare und auch die Schüler im Religionsunterricht kommen häufig mit Fragen zur künstlichen Befruchtung“, erklärte Wieslaw Piotrowski, Leiter der Seelsorge in der Kurie Tarnow, der Zeitung „Rzeczpospolita“. Der Anstoß für die Kurse sei deshalb von den Geistlichen selbst gekommen, die sich bei solchen Probleme überfordert fühlten. „Die Gläubigen wollen heute Erklärungen für die Lehre der Kirche“, so Piotrowski. Außerdem könnten die Priester auf Alternativen zur künstlichen Befruchtung hinweisen.
Quelle: Die Presse
